Spätestens seit Angela Merkels ikonischem Satz „Wir schaffen das!“ vor ziemlich genau einem Jahr gilt die AfD als Sammelbecken all jener, die mit der alternativlosen Flüchtlingspolitik der Kanzlerin brechen möchten. Die Wut auf die „Altparteien“ hat die Senkrechtstarterin unter den Protestparteien mindestens so populär gemacht wie die Angst vor Überfremdung. Auch in Berlin stehen die Chancen der „Alternative für Deutschland“ gut, nach der Wahl am Sonntag eine starke Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zu stellen.

Momo hat sich weder vom Ruf noch von den Plakaten der AfD abschrecken lassen und sich für eine Weltpremiere in die Höhle bzw. den Vorgarten des Löwen gewagt: Herausgekommen ist das erste Interview eines Spitzenkandidaten der „Alternative für Deutschland“ mit einem Flüchtling. Karsten Woldeit, sein Gesprächspartner, war früher in der CDU und steht heute auf Platz 2 der Landesliste der Berliner AfD. Was sich im Laufe dieser ungewöhnlichen Begegnung zugetragen hat, sehen Sie hier:

Der 11jährige Mohammed, genannt Momo, ist mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern vor rund zwei Jahren über die Türkei, Bulgarien, Österreich und Tschechien bis nach Berlin geflohen. Er ist ein großer Fußballnarr, liebt jede Form von Sport und möchte später unbedingt mal vor der Kamera stehen – ob als Journalist oder Schauspieler, hat er noch nicht festgelegt…

 

Bild: Nicolas Flessa

 


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Written by Nicolas Flessa

Nicolas Flessa studierte Ägyptologe und Religionswissenschaft. Der Chefredakteur von seinsart drehte Spiel- und Dokumentarfilme und arbeitet heute als freischaffender Autor und Journalist in Berlin.

2 comments

  1. Solche Menschen braucht Europa.
    Und das meine wörtlich. Viele Leute sind richtig wach geworden, und verstehen viel mehr darüber, was hier in Europa passiert und was leider schief läuft, seitdem Menschen wie Momo hier sind.
    Hut ab – so jemand lässt hoffen, dass wir die Herausforderungen unserer Zeit schaffen.

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