Wer kennt sie nicht, diese schaurig-schönen Geschichten um verwunschene Orte oder verhexte Häuser, in denen ein Geist sein Unwesen treiben soll? Geschichten wie die von der »Weißen Frau« reizen nicht nur die kindliche Phantasie – und verschrecken zugleich. Ohne diese ambivalente Faszination wäre weder der Erfolg von Horrorfilmen wie »Poltergeist« oder »Paranormal Activity« noch die wachsende Lust an TV-Formaten wie »Buffy«, »Ghost Whisperer«, »Supernatural« oder »Medium« erklärbar. Doch was ist dran an den Gruselgeschichten unserer Kindheit und den Mystery-Serien der Gegenwart?

 

VON GEISTERN UND GESPENSTERN

Spukphänomene sind so alt wie die Menschheit und schon in antiken Quellen bezeugt. In den »Briefen an die Toten« wandten sich verzweifelte Ägypter, die sich durch Geister
bedroht fühlen, an tote Verwandte mit der Aufforderung, den Spuk doch bitte zu unterlassen. Auch in Babylon, Israel und im römischen Reich galt die – häufig unangenehme Folgen nach sich ziehende – Existenz von Poltergeistern mitten unter den Menschen als erwiesen: »Sie bedecken die Erde wie Gras.« Über das Christentum gelang der Glaube an schädliche Geister und Dämonen schließlich auch in den Islam, wo er sich mit vorislamischen, arabischen Traditionen vermischte und so zu einer neuen Blüte gelangte. Von Geistern oder Dämonen verursachte Spukphänomene (inklusive der häufig berichteten Krankheiten und Todesfälle) sind somit weit weniger ungewöhnlich, als es unser heutiges Weltbild zunächst vermuten ließe.

Spuk und Poltergeist-Aktivitäten werden sowohl in (volks)religiösen als auch in literarischen Quellen weitgehend mit der Aktivität von übernatürlichen Wesen gleichgesetzt. So definiert auch das Online-Lexikon Wikipedia ein Gespenst als »ein meist unkörperliches, häufig mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattetes, aber zugleich mit menschlichen Eigenschaften versehenes Wesen. Es gilt als Phänomen des Spuks oder ruft diesen hervor.« Diese Verquickung magisch-religiöser Vorstellungen mit konkreten (aber in der Ursache unerklärlichen) Ereignissen erschwert verständlicherweise den Umgang der etablierten Wissenschaften mit dem Thema »Spuk«. Weitere Hürden zur Beschäftigung mit Spukphänomenen auch im akademischen Wissenschaftsbetrieb sind die hohe Anzahl von Betrügern sowie die (scheinbare) Subjektivität der berichteten Erlebnisse. Nur selten ist es bisher gelungen, Spukphänomene auch auf Film oder einen Tonträger zu bannen.

Den Anfang »moderner« Spukfälle bildet ein Ereignis, das nicht nur zur Gründung der Parapsychologie, sondern sogar zu einer neuen Religion führen sollte. Denn zeitgleich mit dem Gespenst der bürgerlichen Revolutionen in Europa meldete sich in der längst demokratischen Neuen Welt ein ganz anderer Geist zu Wort: Im März 1848 wurde eine Familie in ihrem Holzhaus im beschaulichen Hydesville (New York) Zeuge von unerklärlichen Klopfgeräuschen. Zwei der Töchter, MARGARET († 1893, damals 14) und KATE FOX († 1892, damals 12), begannen, den unvermittelt auftretenden Geräuschen mit eigenem Klopfen zu »antworten«, und schon bald waren sie imstande, über vereinbarte (Morse-)Zeichen mit dem polternden Wesen zu »kommunizieren«. Nach ersten Versuchen, den »Geist« im Rahmen der Familie zu befragen, wurden schließlich auch die Nachbarn herbeigerufen. Zur Kontrolle der Richtigkeit des Phänomens stellten diese nun Fragen, deren Antworten der Familie Fox nicht bekannt sein konnten. Und siehe da: Der Poltergeist, der sich selbst als den vom Vorbesitzer des Hauses ermordeten Handelsreisenden CHARLES ROSMA identifizierte, wusste auch diese Vertraulichkeiten korrekt zu beantworten, schien also tatsächlich ein »Wesen zwischen den Welten« zu sein.

Die Entdeckung der beiden Fox-Mädchen machte nicht nur MARGARET und KATE, sondern auch die scheinbare Möglichkeit, mit Verstorbenen zu kommunizieren, auf Anhieb im ganzen Land bekannt. Gemeinsam mit ihrer dritten Schwester LEAH tourten sie durch die USA, hielten Vorträge über den von ihnen ins Leben gerufenen »Spiritismus« und stellten ihre Fähigkeiten auf offener Bühne zur Schau. Etwa zehn Jahre später lieferte der französische Lehrer ALLAN KARDEC († 1869) die theoretischen Grundlagen für die von den Fox-Schwestern erzeugten Phänomene und gründete mit seinen Schriften (u.a. »Das Buch der Geister«, »Evangelium nach dem Spiritismus« und »Himmel und Hölle«) eine spiritistische Religion, deren Lehren sich neben christlichen Elementen in erster Linie auf Durchgaben von Verstorbenen stützen. Ein Unterfangen, das einer ziemlich expliziten Aussage Allahs zufolge im islamischen Kulturkreis wohl undenkbar wäre: »Wenn sich auch die Menschen und die Dschinn (Geister) vereinigten, um etwas Gleiches wie diesen Koran hervorzubringen, brächten sie doch nichts Gleiches hervor, selbst wenn sie einander beistünden.« (Sure 17:88)

Während Laien und Spiritisten also dazu neigen, Spuk automatisch mit dem Vorhandensein von (wie auch immer gearteten) Geistwesen zu erklären und damit jenen Kritikern in die Hände spielen, die Spukphänomene per se für unmöglich oder für das Ergebnis überspannter Beobachter halten, versucht die Parapsychologie, vor der Klärung der Ursachen zunächst die berichteten Phänomene an sich mit wissenschaftlicher Strenge zu untersuchen.

Ausgehend von diesem zurückhaltenden Ansatz definiert das »Lexikon der Parapsychologie« Spuk erst einmal ganz wertneutral als »sich wiederholende, u.U. variierende, spontane psychokinetische Erscheinungen«, welche »akustisch, haptisch und optisch wahrgenommen« werden können und gelegentlich »intelligente Reaktionen auf das Verhalten der Betroffenen« aufweisen. Die Parapsychologie unterscheidet dabei zwischen personengebundenem und ortgebundenem Spuk.

 

PERSONENBEZOGENER SPUK

Ein eindringliches und gut dokumentiertes Beispiel für personengebundene Poltergeistaktivität ist der so genannte »Spuk von Rosenheim«, der sich 1967 in einer Anwaltskanzlei ereignete. Flackernde Leuchtstoffröhren, Knallgeräusche und herumspritzende Kopiergeräte verbreiteten unter den Angestellten eine derart angespannte Atmosphäre, dass die Leitung der Kanzlei das Technische Prüfamt der Rosenheimer Stadtwerke um Aufklärung der Anomalien ersuchte. Zunächst wurden Stromstörungen vermutet, doch plötzlich begannen sich zu den elektrischen Phänomenen auch andere, mechanische Vorkommnisse zu gesellen: Bilder begannen sich (sogar vor laufender Kamera) an der Wand zu drehen und Schubladen wie ein Schrank bewegten sich selbständig. Erst die zur Hilfe gerufenen Parapsychologen vom »Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene« (IGPP) erkannten, dass sich in der Nähe der Spuk-Phänomene stets auch die junge Auszubildende ANNEMARIE SCHNEIDER (19) aufzuhalten schien. Nach einer Untersuchung durch den Leiter des IGPP, PROF. HANS BENDER, stand fest: Die junge Frau manipulierte die Ereignisse nicht wissentlich, wies aber neben akuten psychischen Problemen auch eine allgemeine psychische Labilität mit einer hohen kurzfristigen Erregbarkeit und einer geringen Frustrationstoleranz auf – parapsychologischen Erkenntnissen zufolge alles typische Voraussetzungen für Menschen, in deren Umfeld es plötzlich zu Spuk-Erscheinungen kommt. Die Bestätigung von BENDERS Theorie stellte sich wenig später ein: Kaum kündigte ANNEMARIE SCHNEIDER ihren Job und verließ die Kanzlei, war es auch mit dem Spuk vorbei.

Dass personenbezogener Spuk – die Fox-Mädchen scheinen ebenfalls unter diese Kategorie zu fallen – so eng an bestimmte, verursachende Personen gebunden ist, erzeugt natürlich einen problematischen Beigeschmack: Umso gewissenhafter muss in diesen Fällen nachgewiesen werden, dass es sich nicht um vorsätzlichen Betrug oder Manipulationen des Umfelds dieser Person handelt. Nur wenn, wie im Rosenheim-Fall, direkte Engriffe des »Spuk-Verursachers« ausgeschlossen werden können, ist von einem echten personengebundenen Spuk auszugehen.

Schon in den 1930er Jahren vermutete der Psychologe NANDOR FODOR († 1964) hinter den meisten personengebundenen Spuk-Phänomenen nicht Geister, sondern Menschen, die als »Poltergeist-Fokus« dienten. Ein Verdacht, den der Psychologe WILLIAM G. ROLL in den 1960er Jahren noch erhärten konnte: Seinen Forschungen zufolge steckt hinter den von ihm als »rekursive, spontane Psychokinese« (RSPK) bezeichneten Aktivitäten meist ein aggressives Kind oder ein Teenager, der die für »Spuk« gehaltenen Phänomene via Telekinese unbewusst selbst hervorruft.

Ein prominentes Beispiel für vorsätzlichen Betrug fand 1982 in einer Praxis in Neutraubling bei Regensburg statt. Vor Kamera-Teams aus aller Welt gab die Zahnarzthelferin CLAUDIA JUDENMANN (17) an, seit Monaten von einem Geist namens »Chopper« gestalkt zu werden, der mit seinen krächzenden Zuneigungsbekundungen aus dem Nichts heraus bereits etliche Patienten vertrieben hätte. Ihr Chef und dessen Frau bestätigten die Richtigkeit ihrer Aussagen, und erneut wurden neben den öffentlichen Behörden auch die Freiburger Experten zu Rate gerufen: Doch was HANS BENDER und ELMAR GRUBE nach zwei Wochen Untersuchung bekannt geben mussten, entlarvte die geheimnisvollen Stimmen aus Waschbecken, Wand und Telefon als plumpe Fälschungen – mit fatalen Folgen: Alle drei »Chopper« wurden von einem Gericht zu hohen Geldstrafen verurteilt, CLAUDIA JUDENMANN verlor ihre Stelle und der Zahnarzt landete nach Aufgabe seiner Praxis für kurze Zeit sogar in der Psychiatrie.

 

ORTSGEBUNDENER SPUK

Häufiger als personengebundener Spuk und weit bekannter ist der so genannte ortsgebundene Spuk. Hierunter fallen alle Phänomene, die sich regelmäßig – oft über Jahrhunderte hinweg – an ein und demselben Ort abspielen und von unterschiedlichen Personen wahrgenommen werden können. Ein prominenter Fall ist der »Hampton Court Palace« südwestlich von London. Sogar auf der offiziellen Website der englischen Schlösserverwaltung wird in aller Ausführlichkeit auf die »Geister in Hampton Court Palace« verwiesen, darunter CATHERINE HOWARD (»Screaming lady in the Haunted Gallery«), SYBIL PENN (»The Grey Lady of Hampton Court Palace«) und SKELETOR (»The famed CCTV ghost«). Letzterer wurde zu einer lokalen Berühmtheit, als an drei aufeinander folgenden Tagen im Oktober 2003 vor laufender Kamera eine Brandschutztür im Palast ohne erkennbare Ursache aufgestoßen wurde. Am zweiten Tag war auf den Aufnahmen anschließend eine »geisterhaft aussehende Figur in altmodischer Kleidung« zu erkennen, die die Türen wieder schloss. Wie die Kommentatoren betonen, sei diese Person mit dem bloßen Auge nicht zu sehen gewesen.

Drei Jahre vor diesen spektakulären Aufnahmen hatte es die Hausherrin, KÖNIGIN ELISABETH II., einem Team bekennender Skeptiker bereits ermöglicht, die Räume mit wissenschaftlichen Methoden auf die über Jahrhunderte hinweg kolportierten Geistergeschichten hin zu untersuchen. Unter der Leitung des Psychologen PROF. RICHARD WISEMAN wurden 462 Besucher aller Altersstufen mit Fragebögen durch die unheimlichen Gemächer geschickt. Ihr Auftrag: alles notieren, was ihnen während ihres Aufenthalts im Schloss ungewöhnlich vorkam. 215 Teilnehmer gaben an, starke Temperaturunterschiede gespürt, sich beobachtet gefühlt oder Angst bekommen zu haben, acht wollten sogar Geister gesehen haben.

Messungen mit Infrarotkameras, Licht- und Magnetfeldmessern ergaben: An den besonders »gruseligen« Stellen (wie der »Haunted Gallery«) herrscht ein messbar stärkeres Magnetfeld, was von WISEMAN und vielen seiner Kollegen für die Ursache paranormaler Erfahrungen gehalten wird. Die traditionelle (spiritistische) Deutung sieht freilich eine andere Erklärung vor: Die von HEINRICH VIII. wegen Untreue zum Tode verurteilte CATHERINE HOWARD († 1542) sei kurz vor ihrer Hinrichtung aus dem Kerker entkommen und habe vor dem Schlafgemach des Gemahls um Gnade gefleht – umsonst. Ein Akt der Verzweiflung, den der ruhelose Geist der kopflosen Frau nun schon seit guten vier Jahrhunderten nachvollziehen soll.

Erdstrahlen oder der Geist einer in Ungnade gefallenen Königin? Die rationalen Erklärungen klingen zunächst überzeugend, treffen aber nur auf einen bestimmten Teil der Poltergeistphänomene zu: zerbrechendes Geschirr, sich öffnende Türen und auf Tonbänder gebannte Geräusche lassen sich mit Magnetfeldern nicht so leicht vom Tisch wischen wie innerpsychische Vorgänge wie Angst oder das Gefühl, beobachtet zu werden. Akzeptiert man die spiritistische Annahme, das menschliche Leben endete nicht mit dem physischen Tod und Ursache der Poltergeister-Phänomene seien »ruhelose Verstorbene«, so stellt sich doch unweigerlich die Frage nach dem Grund eines solchen »bewussten« nachtodlichen Spuks. »Analysiert man Erzählungen von Geistererscheinungen, stellt sich fast immer heraus, dass Menschen, die zum Gespenst werden, Unrecht getan haben oder dass ihnen Unrecht getan wurde« (O. Halmburger, Geister, in: W. von Lucadou, Dimension Psi). Diese Deutung schließt sich nahtlos an die Berichte zeitgenössischer »Geisterflüsterer« wie JAMES VAN PRAAGH oder MARY ANN WINKOWSKI an. Letztere kennt mehrere Gründe von Verstorbenen, nach ihrem Tod nicht ins Jenseits hinüberzugehen, sondern in körperloser Form im Diesseits zu verweilen:

1. Bindung an Schmuckstücke, Autos oder Orte
2. Angst vor Verurteilung oder Strafe (häufig in Zusammenhang mit Selbstmord)
3. Rachedurst bzw. Suche nach Gerechtigkeit
4. Wunsch, den Hinterbliebenen zu helfen, sie vor Gefahren zu bewahren

Eine dritte Theorie für die Entstehung ortsgebundenen Spuks verdanken wir der Parapsychologie. DR. MILAN RÝZL bringt Poltergeistaktivitäten, die nicht nachweislich gefälscht oder anderweitig erklärbar sind, mit dem Phänomen der »Gedankenimprägnation« in Verbindung: »An manchen Orten, gewöhnlich solchen, wo ein stark dramatisches, emotionell geladenes Ereignis stattgefunden hat – wie ein Selbstmord, Mord usw. –, sehen sensitive Menschen manchmal die Beteiligten an der vergangenen dramatischen Szene. Solche Fälle lassen sich damit erklären, dass sie von geistigen Spuren starker, an diesen Orten haftender Emotionen hervorgerufen werden. Es ist sogar denkbar, dass auf diese Weise künstlich ein »Geist« geschaffen wird. Die lebhafte Phantasie einer psychisch begabten Person erzeugt dann die erste imprägnierte Spur, und das Bild wird dann durch die Häufung identischer Ereignisse späterer Zeugen intensiviert.« (M. Ryzl, Handbuch der Parapsychologie, 262)

 

SPUK, EIN HIRNGESPINST?

Eine sieben Jahre währende Studie, deren Ergebnisse im Juni 2010 im »Journal of the Society of Psychical Research« veröffentlicht wurden, analysierte systematisch die akustischen Aufzeichnungen aus 40 Jahren »Poltergeist«-Aktivitäten. Darunter befanden sich Klopfgeräusche, Schläge und verschiedene andere, knallende Laute. Der Leiter der Studie, der Chemiker DR. BARRIE COLVIN, zeigte sich von dem Ergebnis seiner Studie überrascht. Wiesen die Auswertungen der akustischen Analyse doch darauf hin, dass die Geräusche, die auf Geister zurückgehen sollten, im Inneren der Materialien entstanden waren: »Die akustischen Wellenformen sind völlig unterschiedlich zu normalen vergleichbaren Geräuschen. Für diese Differenzen kann ich keine konventionelle Erklärung finden.« Trotz seiner ausgesprochenen Skepsis dem Übernatürlichen gegenüber gibt er zu, dass »zumindest ein Teil des Paranormalen, wie es mit Geräuschen von Poltergeistern einhergeht, tatsächlich echt zu sein scheint. Diese Dinge sind ganz eindeutig nicht menschlichen oder natürlichen Ursprungs.«

Festzuhalten bleibt: Wie schon im Falle der Nahtoderfahrungen sind die eigentlichen Phänomene, die im Rahmen des Spuks auftreten, nicht umstritten – sind sie bloß ausreichend gut dokumentiert und gegen Betrugsvorwürfe abgesichert. Die Uneinigkeit besteht wieder einmal bezüglich der Interpretation ihrer Ursachen: Klopfgeräusche können ebenso wie umgeworfene Möbel, beschmierte Wände oder verlegte Gegenstände entweder mit Geistern – oder mit unbewussten, psychokinetischen Aktivitäten des Spuk-»Opfers« erklärt werden. Ebenso lassen sich Informationen, die während einer Seance erworben werden, neben der »Geister«-Theorie auch als (unbewusste) telepathische oder hellseherische Aktivität des Mediums interpretieren. Ob Magnetfelder wirklich die Ursache für das gruselige Erleben eines Ortes sind – oder vielmehr Grund für die Erlebbarkeit eines Geistes, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl ebenso eine Glaubens- wie Einstellungssache wie die Frage nach der Funktion des menschlichen Gehirns: ist es bloß Träger des Bewusstseins oder gar sein Erzeuger? Ganz zu schweigen von der »Großen Frage«, welche sich letztlich mit dem »Sinn des Lebens« verknüpft: Ist die Evolution Grund oder Werkzeug der Entwicklung allen Lebens?

 

Bild: Foto-Rabe

Written by Nicolas Flessa

Nicolas Flessa studierte Ägyptologe und Religionswissenschaft. Der Chefredakteur von seinsart drehte Spiel- und Dokumentarfilme und arbeitet heute als freischaffender Autor und Journalist in Berlin.

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