Als Randy Braumann, jener deutsche Journalist, dessen Namen man ehrfürchtig in einem Atemzug mit Peter Scholl-Latour, Horst Faas oder Perry Kretz nennen kann, am Beginn seiner journalistischen Karriere stand, da sah die Medienlandschaft noch ein wenig anders aus. Nach einem kurzen Anklopfen an die Tür des Chefredakteurs des damaligen Bochumer Anzeigers, hatte der wissbegierige Braumann seinen ersten Auftrag als Sport-Reporter in der Tasche. Zwei Tage und 16-Zeilen später war er Redakteur – mit fester Stelle und jeder Menge Arbeit. Später ging er zum Stern und wurde einer der bekanntesten deutschen Journalisten. Welch schöne Geschichte.

Wie viele andere frisch Entlassene, werden sich auch die RedakteurInnen von Gruner + Jahr am Tag ihrer Kündigung an diese schöne Geschichte erinnert haben. „Keine festen schreibenden Mitarbeiter mehr“, hieß es damals in einer Infoveranstaltung des Verlagshauses. Über dieses Gebaren, worüber sich damals nicht nur das Kollegium, sondern auch ein Großteil der Leserschaft empörte, wird inzwischen kaum noch gesprochen. Ein wenig Schadenfreude wird ein mancher freier Journalist mit Sicherheit verspürt haben, war man doch selbst all die Jahre dem hochnäsigen Elfenbeinthron-Elitarismus der Redakteurs-Riege schutzlos ausgeliefert gewesen. Sind jetzt die Freien wieder am Drücker? Nüchtern betrachtet, kann man die vielen Massenentlassungen von RedakteurInnen mit dem Argument des Erstarkens einer neuen medialen Diversität kontern und der Chance des Generierens neuer, spannender Inhalte, fernab der Arbeit von verstaubten Großraumredaktionen. Doch ganz so leicht ist es leider nicht.

 

Medienwandel: Von der Chance zur Bedrohung

„Die gesellschaftliche Aufgabe des Journalismus ist momentan keine gute mehr“, so Stephan Goldmann, Autor für das Fachmagazin Lousy Pennies. Er spricht in seinem Artikel „Journalistenland ist abgebrannt“ sogar davon, dass „die Nachrichtenproduktion und -übermittlung nicht mehr das Privileg einer mehr oder minder stabilen beruflichen Position ist, sondern das Ergebnis eines allgemeinen diskursiven Prozesses.“ Diese Hypothese trifft ins Schwarze, ist aber noch analytisch aufzuschlüsseln. Bereits zu Beginn des von Goldmann angesprochenen, diskursiven Prozesses, witterten viele freie Journalisten neue Karrierechancen und buhlten um einen Posten bei den einst quasi-monopolistischen Größen des Print-Geschäfts. Nicht nur Namen und Portfolio konnten dadurch auf Hochglanz poliert werden, sondern die Gunst der Stunde wurde obendrein genutzt, um sich mit flammendem Schwert die favorisierten Ressorts der großen Blattmacher unter die Nägel zu reißen. Bei allem Übereifer zu winzigen Honoraren, manchmal sogar unentgeltlich. Wie uns die Entwicklung heute zeigt, kein smarter Zug.

Journalisten mit Schutzhelmen während den Krawallen in Leipzig, Dezember 2015 (Foto: Sergey Sivushkin)
Journalisten mit Schutzhelmen während den Krawallen in Leipzig, Dezember 2015 (Foto: Sergey Sivushkin)

Die ironische Pointe dieses Dramas liegt erschwerend auch im ökonomischen Verhalten der durch die letzten Jahrzehnte fett-verwöhnten Verlage. Die mediale Konvergenz, welche mitunter als Auslöser für das Zeitungssterben angesehen wird, spielt infolgedessen eine nebensächliche Rolle. Anstatt die neue Bedrohung als Chance  anzunehmen, hielten viele Verlage mit fahrlässigem Konservatismus eisern an der klassischen Berichterstattung fest, obwohl ihre Arbeit unlängst durch RSS-Feeds, Twitter und Social-Media Netzwerke abgelöst worden war. Auch das resolute Verhalten vieler altgedienter Redakteure gegenüber den neuen Medien verhinderte in den ersten Online-Jahren jegliche redaktionelle Neuorientierung. Bis heute werden Blogs und Online-Magazine immer noch nicht von ihren einstigen Ziehvätern, den Print-Medien, ernst genommen. Und das, obwohl sich viele alte Hasen eingestehen müssen, ihre einstigen Leser an eben diese verloren zu haben.

 

Neuland Internet: Das Seeungeheuer des Journalismus?

Natürlich, früher war die Rollenverteilung im Nachrichtengeschäft simpel: Journalisten verschafften sich Zugang zu Informationen, verbreiteten diese durch unterschiedliche Darstellungsformen und belieferten dadurch die interessierte Öffentlichkeit. Die rasenden Reporter hatten dadurch viele Privilegien auf ihrer Seite: Geld und Zeit. Schenkt man den heute Lamentierenden Glauben, dann tauchte urplötzlich und unvorhersehbar wie ein See-Ungeheuer das Internet auf. Nessi wendete nicht nur das Blatt, sondern fraß gleich das ganze Buch. Panik und Ratlosigkeit hingen wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der schreibenden Zunft. Das Verbreiten von Nachrichten oder das Mitwirken an deren Aufbereitung und Deutung wurde plötzlich für eine breitere Masse attraktiv. Jeder konnte publizieren – mit der Möglichkeit, sich selbst eine treue Leserschaft zu erschreiben oder zu erknipsen. Und das beste daran: Kostenlos und risikofrei. Neben die Marke „Zeitung“ schob sich schnell die Marke „Autor“ in den Vordergrund, und manchmal kam die zweite ohne die erste aus.

Das hatte nicht nur fatale Folgen für die medialen, sondern auch für die ökonomischen Rahmenbedingungen des Journalismus. Heute sind Journalisten Marktschreier, die ihrer eigenen Waren beraubt wurden. Nachrichten sind in der heutigen Situation nicht mehr Erzeugnisse, die feil geboten werden, sondern das Material eines großen globalen Chats. Das allgemeine Selbstverständnis, dieses auch kostenfrei konsumieren zu können, hat sich bereits in den Attitüden der Konsumenten fest verankert. Und mal Hand aufs Herz: Verwunderlich ist das nicht. Unsere heutige Medienlandschaft ist geprägt von schnellen, kurzlebigen Essenzen, die ebenso schnell konsumiert und wieder ausgespuckt werden. Wen stört es da schon, dass Falschmeldungen ungefiltert in die globalen Nachrichten-Kanäle sickern?

 

Eine Branche kommt in die Pubertät

Die LeserInnen haben tausende verschiedene Möglichkeiten, die Quellen selbst zu prüfen und bündeln sich die Nachrichten des Tagesgeschehens auch ohne die Hilfe und dem Diktat der Ressorts von Printmedien. Um dennoch wenigstens noch ein bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen, übertrumpfen sich viele Formate mit immer haarsträubenderen Überschriften. Die Branche ist in der Pubertät. Dies zeigte jüngst auch der Bericht über einen Flüchtling in Berlin, der beim Warten vor einer Erstaufnahmestelle angeblich erfroren sein soll. Ein Aufschrei der Empörung waberte durch das Netz. Erst als der Artikel bereits einen halben Tag in sämtlichen Online-Medien publik gemacht worden war, ruderte man zurück. Man sei zur Erkenntnis gekommen, dass es sich, nachdem man die Quellen erneut einer Prüfung unterzogen hatte, um eine Falschmeldung gehandelt habe. So lautete die schulterzuckende Entschuldigung vieler Online-Zeitungen.

Es muss halt schnell gehen –
und kosten darf es auch nichts.

Das neue Maß im Journalismus, so scheint es, ist das Mittelmaß. Mittelmäßige Recherche, mittelmäßige Berichterstattung und mittelmäßige Fotos werden generiert, um ein Sammelsurium der Mittelmäßigkeit einer scheinbar gelangweilten Leserschaft zum Konsum vorzuwerfen. Das Redigieren von DPA-Meldungen, Facebook-Recherche und das Einkaufen von Fotos aus Bilddatenbanken, ist zur Selbstverständlichkeit geworden. Alles sieht gleich aus, alles klingt gleich. Kreativ gehemmter, von Versagensangst geprägter Schreibstuben-Journalismus wird nicht mehr nur geduldet, nein – er ist inzwischen salonfähig.

 

Faire Entlohnung? Irgendwann!

Doch was ist das Problem? Ein Blick in den Honorarleitfaden für freie Journalisten des Deutschen Fachjournalistenverbandes, lässt die Realitätsferne der schwächelnden Branche klar erkennen. 360 Euro Tagessatz für einen Journalisten mit weniger als 5 Jahren Berufserfahrung. Eine gut gemeinte, faire Honorierung, die jedoch im Jahr 2016 fast ironisch klingt. Die Realität sieht so aus, dass geschriebene Artikel oftmals mit dem bloßen Angebot der Publikation „entlohnt“ werden; die knipsenden KollegInnen erhalten für einen ganzen Bildsatz unter 100 Euro Honorar. Die Frage nach journalistischer Qualität erübrigt sich sehr schnell, wenn man sich den Berufsalltag vieler Freier vor Augen führt und dann die Preise für professionelle Kameraausrüstung recherchiert. Es muss halt schnell gehen – und kosten darf es auch nichts. Wie schön es doch wäre, könnte man mit Idealismus die Miete bezahlen.

Das Gezanke um Honorare war in der Medienbranche immer schon ein extravagantes Thema. Das Preisdumping hat jedoch inzwischen dermaßen absurde Ausmaße angenommen, dass ein „nur umsonst ist billiger“, schon gar nicht mehr greift, da eine unentgeltliche Publikation von freien Mitarbeitern für manche Zeitungen und Magazine zum Tagesgeschäft gehört. Besonders für Jung-Redakteure, die sich durch Veröffentlichungen in angesagten, aber meist wenig tiefgründigen Blättern profilieren wollen. Dieser Umstand wird ausgenutzt. Einer Teilschuld muss hierbei natürlich auch den Freien selbst zugesprochen werden. Oftmals wird gute Miene zum bösem Spiel gemacht, in der Hoffnung, durch eine Veröffentlichung des eigenen Artikels und dadurch des Namens, auch eine faire Entlohnung, ja gar eine feste Stelle ergattern zu können. Irgendwann, in ferner Zukunft.

 

Vom Credo der Objektivität zum Diktat der Gesinnungsethik

Ein Dominoeffekt: Geringe oder gar keine Honorare führen zur Migration vieler Journalisten in die Werbeagenturen, in denen zwar weniger journalistisch gearbeitet wird, aber wenigstens die Bezahlung stimmt. Den Bedarf der Nachfrage nach freien Redakteursposten, füllen im Anschluss meist unerfahrene Journalisten oder „Bürger-Reporter“. Der geschenkte Gaul hat zwar keine Zähne mehr, aber wen stört das schon, solange er noch die Geldsäcke in die Verlagshäuser schleppen kann. Der Journalist von heute muss nicht mehr vom Fach, sondern bereit dazu sein, umsonst zu arbeiten oder für ein Gehalt unter dem Existenzminimum als Vollzeit-Volontär Texte zu redigieren und Datenbanken zu durchforsten. Das Anfangsleid des Volontariats wird zum Dauerzustand bei gleichbleibender Entlohnung.

Marktschreier ohne Waren: Journalisten während des G7-Gipfels in Garmisch, 2015 (Foto: Max Marquardt)
Marktschreier ohne Waren: Journalisten während des G7-Gipfels in Garmisch, 2015 (Foto: Max Marquardt)

Der Idealismus vieler guter KollegInnen hat sich durch diese Abwärtsspirale aufgerieben. Geplagt von Existenzängsten, kehren viele gute Journalisten der Branche desillusioniert den Rücken, fahren zweigleisig und exilieren in Nebenjobs, um wenigstens ein Grundeinkommen zu haben, mit dem sie ihre Miete bezahlen können.

Eine kürzlich veröffentlichte Meldung des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) bringt es auf den Punkt. „Journalisten haben seit mehr als zehn Jahren mit einem sinkenden Realeinkommen zu kämpfen, obwohl sie es sind, die durch ihre Leistungen dafür sorgen, dass die Branche Monat für Monat neue Titel auf den Markt werfen kann.“ Hinsichtlich der Umsatz-Zahlen des Zeit-Verlags, dürfte man mit der Honorierung von freien Mitarbeitern eigentlich nicht gegeizt werden: 183 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr. Das klingt nicht gerade nach Totentanz und Grabgesang. Gegeizt wird trotzdem, mit fatalen Folgen. Um nicht vor die Hunde zu gehen, kapitulieren viele Journalisten vor dem Diktat der Gesinnungsethik, anstatt ein Credo der Objektivität aufrecht zu erhalten. Adaption löst die Reflexion ab.

 

Selbst Tagediebe stehen in einem besseren Licht

Anstelle der eigentlichen Aufgabe nachzugehen, die Komplexität der Welt mit Geduld, Konzentration und eben Objektivität zu entgegnen, wird in barbarischer Manier mit Kugelschreibern und Kameragurten wild um sich geschlagen, bis die eigenen Finger blutig sind und das Konto halbwegs aus den roten Zahlen ist. Kulturpessimismus drückt sich mit Unterforderung den Kugelschreiber in die Hand. Da ist es kaum verwunderlich, dass der gesamte Berufsstand, einen gesellschaftlichen Tiefpunkt erreicht hat, was Ansehen, Monetarisierung und Bezahlung der Arbeit betrifft. „Selbst Tagediebe stehen in einem besseren Licht“, hieß es kürzlich in der Twitter-Post eines frustrierten Kollegen.

Aus Erklärungsnot über diese negative Entwicklung huldigen Verlage, Redaktionen und Agenturen im Kniefall und in nostalgischer Verklärung den großen Ikonen der einstigen Genialität, ohne sich dabei die Frage zu stellen, wie es denn um den eigenen beruflichen Stand bestellt ist und was getan werden muss, um eine mögliche Renaissance jener gelobten Zeit einzuleiten. Profiteure wären sie nämlich alle: Verlage wie Redaktionen, Druckereien gleichermaßen wie Leserschaft. Stattdessen wird die Arbeit der alten Haudegen Braumann, Latour und wie sie alle heißen bis zum mentalen Exitus zitiert, ihr Vermächtnis in biographische Gräber gelegt und in hipsteresken Wanderausstellungen verramscht.

 

Interaktion mit dem Leser statt Weboptimierung

Kollektive Markendefinitionen, wie die Rede vom „liberalen Qualitätsjournalismus“ oder die der „differenzierten Berichterstattung“ sind ein antiquiertes Geschäftsmodell, das aufgrund der heute verspielten Glaubwürdigkeit gar nicht mehr funktionieren kann. Die Zeitung als Leitmedium wird von der breiten Masse nicht mehr ernst genommen. Da nützt auch der motivationslose Web-Auftritt mancher großer Blätter nichts. Ein nur „ins Netz stellen“ reicht dann eben doch nicht aus, um die User bei Laune zu halten und Klicks zu generieren. Natürlich wird die ganze Chose „web-optimiert“: Es werden Bildstrecken hinzugefügt, an SEO und Formatierung geschraubt – das Format selbst ist jedoch immer noch das Gleiche.

Die Medienwelt darf die Impulse der neuen Zeit
nicht als übles Hexenwerk abtun.

Verändert hat sich aber nicht der Wunsch nach Informationen, sondern das generelle Nutzerbedürfnis im digitalen Raum. Die Lehre der letzten Jahre hat gezeigt, dass der plumpe Online-Auftritt nicht der lösungsorientierte Journalismus ist, den die Branche aus der Versenkung holen kann. Um zu überleben, muss exzessiv mit interaktiven Formaten experimentiert und gearbeitet werden. Leserbedürfnisse müssen nicht nur erkannt sondern auch angesprochen werden. Manche Verlagshäuser haben bereits begonnen, ihre bisherigen Strategien neu auszurichten. Das ist begrüßenswert. Das Verwenden von Bullet-Points ist für die „Zeit“ oder die „Süddeutsche Zeitung“ bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Neue, multimediale Inhalte finden immer mehr Einzug in die klassischen Darstellungsformen. Insbesondere für Reportagen eignet sich das Zusammenspiel von hochwertigen, differenzierten Text- und Bild-Inhalten zwischen klickbaren 360-Grad Overview-Videos und interaktivem Content. Der Nutzer bleibt somit nicht nur Leser, sondern wird durch das Agieren im interaktiven Raum selbst zum Akteur innerhalb der (erzählten) Geschichte. Ein großes Thema, das bisher in der Medienwelt aber eher vernachlässigt wurde, ist hierbei Virtual Reality. In den nächsten Jahren wird diese neue Dimension der Darstellung von multimedialen Inhalten völlig neue Bedürfnisse bei den Nutzern hervorrufen. Ein zukunftsweisender Schritt, auch für den Journalismus.

 

Rettende Ufer für Journalisten

Virtual Reality, multimedialer Content und das Festlegen von Honorarleitfäden sind Schritte in die richtige Richtung. Als alleinige Lösungsansätze reichen sie aber noch nicht aus. Es gilt umzudenken. Vereint müssen die monetären Barrikaden vor den Verlagshäusern eingerissen und stringente Preise für die Arbeit von freien und festen Redakteuren festgelegt werden. Die Aktualität im Meldungs- und Nachrichtenjournalismus hat als alleiniges Verkaufsargument schon lange ausgedient. Es besteht ein immenser Aufholbedarf, nicht nur um das Wohlwollen, sondern auch um die Neugier der LeserInnen zurückzugewinnen.

Dem diskursiven Prozess entgegenwirken: Der Autor in Sarajevo, Bosnien-Herzegovina (Foto: Julian Hartwig)
Dem diskursiven Prozess entgegenwirken: Der Autor in Sarajevo, Bosnien-Herzegovina (Foto: Julian Hartwig)

Detaillierte und spannende Reportagen, gespickt mit Hintergrundinformationen, multimedialer Content und hochwertiges Bildmaterial, gepaart mit fairen Honoraren sind das, was der Journalismus braucht, um wieder den Status einer anspruchsvollen und qualitativ hochwertigen Konstante zurückzugewinnen. Dies wird nicht von heute auf morgen passieren, doch die Medienwelt darf nicht erneut den Fehler begehen, die Impulse der neuen Zeit als übles Hexenwerk abzutun, oder sich innovationsverdrossen an selbstauferlegten Prinzipien und Dogmen zu strangulieren.

Ansonsten werden sowohl freie als auch feste Redakteure weiter Schulter an Schulter in ihrer Nussschale auf den rauen Wogen des Medien-Meeres dahin schippern. Orientierungslos, dem Selbstmitleid erlegen, Analogkamera und Schreibmaschine fest umklammernd, ohne sich der Tatsache bewusst zu sein, dass sie nur gemeinsam das Steuer in die Hand nehmen müssen, um in die Richtung des rettenden Ufers zu gelangen.

Written by Max Marquardt

Max Marquardt (Jahrgang 1983) ist Journalist und schreibt und fotografiert für verschiedene Zeitungen, Magazine und Online-Formate. Nach seiner Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten studierte er Journalismus in der Bundeshauptstadt Berlin. Der freie Journalist lebt und arbeitet im oberbayrischen Rosenheim.

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